Evangelische Freikirche Möckmühl (Mennonitengemeinde)

Berichte

Rückblick Weltgebetstag 2017 „Philippinen“

 

„Was ist denn fair?“ Diese Frage beschäftigt einen, wenn wir uns im Alltag ungerecht behandelt fühlen. Sie treibt uns erst recht um, wenn wir lesen, wie ungleich der Wohlstand auf unserer Erde verteilt ist. In den Philippinen ist die Frage der Gerechtigkeit häufig eine Überlebensfrage. Mit ihr hatten uns philippinische Christinnen zum Weltgebetstag 2017 eingeladen. Ihre Gebete, Lieder und Geschichten wanderten um den ganzen Globus, auch nach Möckmühl: dieses Mal in die bunt geschmückte Evangelische Stadtkirche! Das in den Farben der Nationalflagge rot / weiß / blau gekleidete Vorbereitungsteam empfing alle Gäste mit einem roten WGT - Armband und der Liturgie in verschiedenen Sprachen. Auch etliche Asylsuchende waren der Einladung gefolgt. Zur Eröffnung wurden einzelne Symbole zum Altar getragen. Allen voran die philippinische „Frau Justitia“ mit dem Kreuz und einer ungleichen Waage in der linken Hand – sowie mit einem weißen Tuch vor ihren Augen, das sie mit der rechten Hand abnehmen will, um die Ungerechtigkeit anzuschauen.

 

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Bei einer Bildershow konnte man vieles über die über 7.000 Inseln der Philippinen erfahren. Sie sind trotz ihres natürlichen Reichtums geprägt von krasser Ungleichheit. Viele der über 100 Millionen Einwohner leben in Armut. Wer sich für Menschenrechte, Landreformen oder Umweltschutz engagiert, lebt nicht selten gefährlich. Ins Zentrum ihrer Liturgie haben die Christinnen aus dem bevölkerungsreichsten christlichen Land Asiens ein Gleichnis aus dem Matthäusevangelium gestellt. Den ungerechten nationalen und globalen Strukturen setzen sie die Gerechtigkeit Gottes entgegen: Das Handeln eines Landbesitzers, der zu unterschiedlichen Tageszeiten Arbeiter in seinen Weinberg holt, aber allen gleichen Lohn zahlt, vergleicht Jesus im Gleichnis mit der Großzügigkeit Gottes und den fairen Maßstäben seines Reiches.

Auf den Philippinen gibt es die Tradition „Dagyaw“, das heißt beim Pflanzen und Ernten von Reis bittet man die Nachbarschaft um Hilfe. Niemand wird dafür bezahlt, aber alle bekommen etwas von der Ernte. Dieses Dagyaw kann helfen, eine gute Gemeinschaft aufzubauen, Mitgefühl und Sorge füreinander in die Tat umzusetzen. Während der Liturgie überlegte man zusammen, was das in unserer eigenen

Gesellschaft sein könnte und zählte Möglichkeiten auf, wie zum Beispiel Nachbarschaftshilfe verschiedenster Art, Tafelläden, Weinlese und Tauschringe.

Bei den Fürbitten stellten sich die Besucher/innen hinter die Anliegen der philippinischen Bevölkerung und haben gemeinsam den Liedruf gesungen: „Sigaw! Wir schreien um Hilfe, o Gott!“. In Möckmühl und in tausenden Gottesdiensten weltweit wurden kleine Tütchen mit fair gehandeltem Reis verteilt, den wir uns in unsere Kochtöpfe mischen können – uns also buchstäblich einmischen für eine gerechte Gesellschaft.

 

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Ein großer Dank an alle, die 2017 wieder ökumenisch so vielfältig mitgestaltet haben – dieses Mal unter anderem mit einer Musikband, bei der auch Jugendliche beteiligt waren! Fleißige Hände hatten eine wohlschmeckende „philippinische Tafel“ gezaubert sowie passend geschmückte Stehtische aufgestellt. Um diese verteilten sich die zahlreichen Gäste in der ganzen Stadtkirche und ermöglichten einen regen Austausch. Der Weltladen Möckmühl bietet auch nach diesem Abend weiterhin „fair gehandelte“ Produkte an…

 

Fotos und Mini-Videos zum Weltgebetstag 2017 in Möckmühl.

Nächste Termine

Fr Dez 15 @19:30 - 21:30
Jugendgruppe
So Dez 17 @10:00 - 11:00
Gottesdienst
Mi Dez 20 @14:30 - 15:30
Bibelstunde im Gemeindehaus
Mi Dez 20 @20:00 - 21:30
Gespräch zu den Worten Jesu
Fr Dez 22 @19:30 - 21:30
Jugendgruppe
So Dez 24 @16:00 - 17:00
Heilig Abend Gottesdienst
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